DIE GESCHICHTE DAHINTER

Personalentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung mit Alfredo Brizzolara

Prägende Erfahrungen meiner Kindheit

Meine Wurzeln befinden sich in Italien. Meine Wiege steht in Wolfsburg. Als Gastarbeiter kamen meine Eltern in den 60iger Jahren nach Deutschland. Wir lebten in einer kleinen Werkswohnung von VW; umgeben von Kolleginnen und Kollegen meines Vaters. Der Platz war begrenzt und ich teilte mir ein Zimmer mit meinem Bruder.

Schon früh spürte ich, dass Enge nicht nur durch Platzmangel, sondern auch durch menschliche Eingrenzung entstehen kann. Dies erfuhr ich bereits in der Grundschule am eigenen Leib. Lernen hieß hier vor allen Dingen: Pauken, Druck und Strafandrohung durch meine autoritäre Klassenlehrerin. Das führte dazu, dass die Schule für mich zur Qual wurde und ich das Gefühl hatte, nicht auszureichen und nicht klug genug zu sein. Meine Abwehrhaltung und Blockade wuchsen und das Lernen fiel mir immer schwerer. Nach einem Klassenwechsel erlebte ich, dass es auch anders gehen kann. Die neue Lehrerin ging auf mich ein, schenkte mir ihr Vertrauen und bestärkte mich in meinen Fähigkeiten. Der Druck fiel wie von selbst von mir ab. Gleichzeitig wuchs mein Selbstbewusstsein und meine Leistungen verbesserten sich von ausreichend auf gut.

Mein erster Kontakt mit der Arbeitswelt

Im Verlauf meiner Ausbildung zum Sparkassenkaufmann erlebte ich Ähnliches: In einer Abteilung war mitdenken ausdrücklich nicht gefragt. Stupides Abarbeiten der auferlegten Aufgaben stand im Vordergrund. In einer anderen Abteilung hingegen war der Umgang miteinander von Vertrauen und Wertschätzung geprägt. Die Zusammenarbeit war – unabhängig von Hierarchie und Position – partnerschaftlich und die Arbeit ging leicht von der Hand.

Meine leitenden Beweggründe: Neugierde und Potenzialentfaltung

Diese Erfahrungen prägten meine innere Haltung und mein Handeln später als Referendar an der Schule und in meinem weiteren Berufsleben als Führungskraft und Unternehmensentwickler. Ich entwickelte ein hohes Maß an Neugierde darauf, wie Potenziale des Einzelnen und von Teams geweckt werden und zur Umsetzung gebracht werden können.

Meine Neugierde befriedigte ich zuerst während meines Studium in Köln. Dort erschloss ich mir die Themenfelder der menschlichen Persönlichkeitsentwicklung, der Identitätsentwicklung ausländischer Kinder und der Lehr-Lern-Psychologie. Im Referendariat faszinierten mich dann die Ideen des (radikalen) Konstruktivismus. Ich Begriff, dass Wissen und Können nicht eins zu eins vermittelt werden können. Vielmehr braucht es didaktisch-methodische gestaltete Lernbedingungen, die es dem Einzelnen und der Gruppe ermöglichen, das Wissen und Können in einem aktiven Prozess individuell selbst zu kreieren. Ich habe in dieser Zeit gelernt, solche “Lernarrangements” zu entwickeln und umzusetzen.

Während meiner späteren Berufstätigkeit ließ meine Neugierde nicht nach. In meinen Weiterbildungen zum systemischen Organisationsentwickler, zum Business Coach und Psychodrama-Leiter habe ich mein Verständnis für individuelle und organisationale Lern- und Veränderungsprozesse weiter vertieft und in meine tägliche Arbeit integriert.

Die eigene Berufung leben

All dies bildete die Basis für meinen beruflichen Weg, der mich zu meiner Berufung führte: Ich bin Führungskräfte-Coach, Teamcoach und entwickle Führungskräfte, Teams und Organisationen.

Bei meiner Arbeit folge ich einem klaren Werte-Kompass, auf den sich die Menschen, Unternehmen und Organisationen, die mit mir zusammenarbeiten, verlassen können. Meine Arbeitsweise folgt einem roten Faden und lässt zugleich Freiräume, um den individuellen Gegebenheiten gerecht zu werden.